Heimat und die Idee vom Zwingernamen

 

Einem Westfalen braucht man nicht zu erklären wo Arnsberg oder Neheim-Hüsten liegt für alle

anderen die von wo anders wech kommen hier eine kleine Anleitung zum auffinden unserer Heimat.

 

Arnsberg liegt in Nordrhein-Westfalen, etwa 40 Km südlich von Dortmund. Zwischen Möhnetalsperre,

Sorpesee, Hennesee und Biggesee.

Die Stadt Arnsberg erstreckt sich über gut 27 Km in der Länge, ist aber eher Ländlich geprägt.

Unser Stadtteil Hüsten liegt in der Mitte der Stadt und trotzdem geht man nur wenige Minuten

und steht mitten im Wald. Der Arnsberger-Wald ist einer der größten zusammenhängenden

Wälder in Deutschland und grenzt im Osten an das Rothaargebirge.

 

Unser Stadtteil Hüsten ist der Urkundlich ältere Teil der Stadt. Schon im Jahre 34 der

Regierung König Karls (802 n. Chr.) wurde die "Villa Hustene" in einer der ältesten Deutschen

Urkunden als Dorf erwähnt.

In den vierziger Jahren wurde Neheim und das Amt Hüsten zu der Doppelstadt Neheim-

Hüsten vereint. 1975 wurde Hüsten zum Stadtteil von Arnsberg.

 

Auf der Suche nach einem passenden Zwingernamen  fiel uns schnell auf das unser "neuer

Ortsteil"(Rumbecker-Holz) ähnlich alt ist wie die Rasse der Kromfohrländer.

 

Im heutigen Arnsberger Stadtteil Rumbeck stand ein Kloster. Von dem noch heute Reste zu

sehen sind. Dieses wurde von Prämonstratenserschwestern geführt. Infolge  von Kauf, Tausch

und frommen Stiftungen erwarb dieses Kloster ansehnlichen Besitz.

Der erste Hof, den das Kloster neben Rumbeck als Eigentum erwarb, war der zwischen

Neheim und Hüsten gelegene Hof Udenhusen. Er lag in der Hüstener Mark, unweit des

heutigen Bahnhofs; direkt an der "Ruhr". Zu ihm gehörte ein Eichenwäldchen an das noch

heute die Lagebezeichnung "Rumbecker-Holz" erinnert.

Der Haupthof Udenhusen war größtenteils Lehnsbesitz der kölnischen Kirche und wurde in

dieser Eigenschaft erstmals im Jahre 1150 erwähnt.

Im Jahre 1804, nach der Säkularisation wurde das Waldstück, (heutiges Rumbecker-Holz) end-

gültig der Stadt übereignet. Als dann die Stadt 1950 ein neues Siedlungsgebiet suchte, wurde man

schnell hinter dem Bahnhof fündig. Der Name Rumbecker-Holz war im Volksmund immer noch gegenwärtig.

So wurden dann im Jahre 1952 die ersten Häuser gebaut. Und die Siedlung bekam  am 29.02.1952

offiziell den Namen Rumbecker-Holz.

Heute leben dort rund 950 Menschen und  ein Kromfohrländer.

 

 

Quellennachweise:

- Die Strassennamen der Stadt Neheim-Hüsten                            , Verlag : Dassel-Druck GmbH ISBN-Nr. 3-9805004-5-4

- Heimat entdecken mit Bernhard Bahnschulte                              , Verlag : Dassel-Druck GmbH ISBN-Nr. 3-9805004-4-6

- Hüsten-1200 Jahre Beiträge zu Vergangenheit und Gegenwart , Verlag : F.W. Becker   GmbH ISBN-Nr. 3-930264-41-2 

 

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©  Heidi Dohle